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"NÖ Tage der offenen Ateliers" am 14. und 15. Oktober 2017

jeweils von 14.00 bis 18.00 Uhr in der Retzerstraße 35, 2042 Guntersdorf

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Der Künstler Richard Fuchs lebt und arbeitet einerseits im Weinviertel, in einem ländlichen Ambiente, andererseits hat er seine Wurzeln im Süden Wiens, im Getriebe einer großen Kleinstadt.

Seine Arbeiten spiegeln diesen Kontrast wider: die Materialien stammen durchaus aus der Natur, und seine Themen sind Produkte einer Symbiose zwischen Stadt und Land, zwischen Draußen und Drinnen, zwischen Lebensrhythmen der Stadt und den Lebensäußerungen auf dem Lande. Richard Fuchs verwischt die Grenzen zwischen Technik und Natur, ihm gelingen Verbindungen, wie sie vielleicht nur in Niederösterreich möglich sind, in einem Lebensgefühl zwischen Ballungsräumen und Landgebieten.

Eines seiner wichtigsten Materialien ist Holz: es gelingt ihm, das Naturprodukt - ohne Verfremdung - derart zu bearbeiten, dass in den Skulpturen die Eigenschaften des Materials erhalten bleiben, die Holzplastiken jedoch eigenständige Formen und Ausdrucksweisen entwickeln. Seine Holzplastiken wirken rund, weich, kantenlos, sind in ihrer Ausstrahlung nahezu erotisch. Man möchte über die Skulpturen mit vorsichtiger Hand drüberstreichen, sie streicheln und anfassen. Aber auch seine Keramikarbeiten wirken weich und rund, ein wenig wie moderner Barock, und dennoch sind sie akzentuiert.

Sein Humor, der in den Plastiken immer wieder durchbricht, ist fein, nicht grob und mit ironischen Elementen versehen. Richard Fuchs zählt zu jenen Künstlern, die sich ein wenig hinter den eigenen Kunstwerken verstecken - nicht die Person des Künstlers ist ihm wichtig, und wird auch von ihm nicht inszeniert, sondern für Fuchs ist allein das Kunstwerk wichtig.

Franz M. Rinner (1956 - 2003) Mödling, im Juli 1995